JANE NODINE
wax traces
Spuren aus Wachs
09. März bis 04. April 2012
Jane Nodine hat fast überall in den USA ausgestellt. Mary Brogan Museum, National Arts Club New York, South Carolina State Museum, Greenville Museum of Art, SECCA – Southeastern Center for Contemporary Art, um nur einige zu nennen. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde vom South Carolina State Museum und der South Carolina Arts Commission zu einer der hundert bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts gewählt.
Das Außergewöhnliche in ihren Arbeiten: Sie bedient sich einer Technik, die Jahrtausende lang in Vergessenheit geraten ist, der Enkaustik. Das ist eine künstlerische Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden. Sie erlebte ihre Blütezeit in der Kunst der griechisch-römischen Antike. In der Vorstellung der Künstler wurden die eigenen materialisierten Gedanken mit Feuer unvergänglich auf der Malfläche eingebrannt. Zeugnisse der Enkaustik sind z.B. die berühmten ägyptischen Mumienporträts, sowie Wandmalereien in Pompej. Im 20. Jahrhundert haben international bedeutende Künstler wie Jasper Johns, Fernando Leal Audirac, Lynda Benglis oder Martin Assig die Enkaustik wieder entdeckt.
So auch Jane Nodine, die ihre persönliche Inspiration aus Natur, Popkultur und Historie nimmt. Sie liefert eine neue Interpretation dieser uralten Maltechnik, thematisiert den natürlichen Alterungsprozess und Transformation. Ihre Bilder sind ungewöhnlich, intensiv. Einige wirken wie organische Zellstrukturen, Blutbahnen, Texturen, die weniger abstrakten Bilder zeigen Körper aus bildbasierten Stücken.