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Freud war nach Triest gereist, um die Testikel des Aals zu finden, stieß jedoch lediglich auf ein unlösbares Rätsel. Er hatte die Sexualität eines Fisches verstehen wollen, stieß jedoch nur auf seine eigene. (Patrik Svensson: Evangelium der Aale - S. 55) Ben-Jasmin I. A. Schiele (sie/-) wurde 1993 in Hamburg geboren, studiert Kunst und Philosophie an der Bergischen Universität Wuppertal und nähert sich in der Ausstellung der jahrtausendealten Aalfrage an. Als genderfluide Person im 21. Jahrhundert der gefährlichen Situation ausgesetzt, unheimlich - also etwas Unvertrautes im Vertrauten - zu sein, finden Schieles Collagen Möglichkeiten in den Zwischenräumen und lassen die Grenzmauern zwischen Mann und Frau zu einem strahlenden Ort der Freude und Liebe werden, der unerschrocken den Blick erwidert. Denn “Ein Tier, das den Blick erwidert, ist ein Tier, mit dem man sich identifizieren kann. Und ein solches Tier ist schwieriger zu töten.“ (S. 133). Performances im Februar Im Februar lädt Ben-Jasmin Schiele jeden Donnerstag zu Begegnung und Live-Performances in die Ausstellung. Termine: 05. Februar // 12. Februar // 19. Februar // 26. Februar, jeweils 18-20h. Der Eintritt ist frei. Vernissage // 29. Januar // 19-22h Performances // jeden Donnerstag im Februar // 18-20h Finissage // 05. März // 18-21h |